Vergesellschaftung von Frettchen: Alles, was du wissen musst (Teil 1)

Vorweg: Warum man mindestens drei Frettchen halten sollte ?
Frettchen sind Gruppentiere.
Oft heißt es, zwei Tiere würden reichen – ich empfehle jedoch dringend, mindestens drei Tiere zu halten.
Warum?
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Stirbt ein Tier, bleiben zwei übrig, die sich weiterhin haben. So könnt ihr euch in Ruhe um eine Vergesellschaftung mit neuen Frettchen kümmern.
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Leben Frettchen lange „nur“ zu zweit, passen sie sich sehr stark aneinander an. Sie verlernen dann häufig etwas vom natürlichen Gruppengefüge. Wenn eines der beiden Tiere irgendwann allein zurückbleibt, kann das zu großen Problemen führen.
Alter spielt eine Rolle
Das richtige Alter in einer Frettchen Vergesellschaftung.
Wenn ihr bereits eine Gruppe habt und neue Tiere dazu holen möchtet, achtet unbedingt auf das Alter:
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Ältere Frettchen (ab ca. 2–3 Jahren) können mit quirligen Welpen meist nicht viel anfangen. Falls ihr euch trotzdem für Welpen entscheidet: immer mindestens zwei aufnehmen.
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Bei Senioren (ab 5 Jahren) würde ich persönlich auf Welpen verzichten.
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In einer größeren Gruppe klappt die Integration oft besser, sofern alle Tiere gesund sind. Achtet jedoch darauf: Krankheiten zeigen sich manchmal erst durch den Stress der Vergesellschaftung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt vorher die älteren Tiere tierärztlich untersuchen (z. B. durch ein Blutbild).
Fähen, Rüden – oder beides ? Gruppenzusammensetzung
Gruppen Konstellation in der Frettchen Haltung
Grundregel: Alle Tiere müssen kastriert sein.
Bei Frettchen entscheidet nicht das Geschlecht, sondern die Sympathie und der Charakter. Wichtig ist, dass jedes Tier einen passenden Spielpartner findet.
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Fähen sollten nicht ausschließlich mit Rüden gehalten werden – ihre Spielweisen unterscheiden sich oft zu stark.
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Eine gemischte Gruppe funktioniert in der Regel am besten, solange die Charaktere harmonieren.
Der richtige Ort
Frettchen Zimmer oder Badezimmer? Wo vergesellschafte ich meine Frettchen am besten.
Wählt für die Vergesellschaftung immer einen neutralen Raum, den beide Parteien möglichst wenig kennen.
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Ist der Raum den „alten“ Tieren nicht völlig fremd, reinigt ihn gründlich (Böden wischen, Decken und bekannte Gegenstände entfernen).
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Wer die Möglichkeit hat, kann den Raum zusätzlich etwas umstellen, damit er für alle Tiere „neu“ wirkt.
Absolute No-Gos in der Frettchen-Vergesellschaftung
❌ Die neuen Tiere direkt ins Zimmer der bestehenden Gruppe setzen.
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❌ Vorherigen Decken- oder Geruchstausch durchführen oder Gitter-Kontakte zulassen – das führt oft zu mehr Aggression.
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❌ Eingreifen, sobald es rabiat wird. Frettchen raufen, schreien, setzen Drüsen ein oder hinterlassen Angsthaufen – das gehört dazu. Kleine Kratzer sind normal. Solange es keine ernsthaften Verletzungen gibt, sollte die Vergesellschaftung weiterlaufen.
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❌ Tiere auf engem Raum (z. B. Transportbox) einsperren – das ist gefährlich und unfair.
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❌ Alle baden oder mit Geruchsstoffen einreiben – bringt nichts.
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❌ Ungeduldig sein: Besonders bei jungen Tieren kann es 2–3 Monate oder länger dauern, bis sich alles eingespielt hat.
👉 Achtet darauf, dass der Raum so eingerichtet ist, dass die Tiere sich ausweichen können und niemand in die Ecke gedrängt wird.
Fazit
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